Antje Schrupp im Netz

Gottblog

Ich habe einen neuen Blog gestartet zum Thema »Gott«. Gilt schon für meinen Hauptblog, dass ich ins Internet vor allem für mich selbst schreibe und nicht für euch, so gilt das für dieses Thema ganz besonders, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass es unsinnig ist, über Gott zu diskutieren. “Gott” ist ein verbrauchtes Wort. Es löst mehr Missverständnisse aus als Verständnisse, weshalb ich gute Erfahrungen damit gemacht habe, ganz darauf zu verzichten.

Mir selbst ist das Wort aber sehr wichtig, es gehört zu meinem persönlichen Repertoire. Außerdem ist mein Thema politische Ideengeschichte, und Ideen aus früheren Jahrhunderten kann man ohne einen Begriff von “Gott” meist gar nicht verstehen. Öfter mal kommt es deshalb vor, dass mir Gott-Gedanken kommen, die ich festhalten möchte. Und damit ich sie nicht wieder vergesse, schreibe ich sie in diesem Blog auf. Falls jemand das lesen möchte, gerne, nur zu. Aber wenn ihr euch ärgert, dann lest das lieber nicht.

ABC des guten Lebens

Bild: Cover abc

Wer aufmerksam durch die Welt geht, stellt zuweilen fest, dass die Wörter nicht auf die Wirklichkeiten passen: Erzieht zum Beispiel die Frau, die als “alleinerziehende Mutter” bezeichnet wird, ihre Kinder tatsächlich allein? Hat die “Arbeitslose”, die in ihrem Garten Gemüse anbaut, keine Arbeit? Ist das Geschlecht, das viele noch immer gewohnheitsmäßig das “schwache” oder das “schöne” nennen, wirklich schwach und schön?

Für uns Autorinnen dieses Bandes haben sich in den Jahren unseres gemeinsamen politischen Engagements alte Begrifflichkeiten verschoben. Bestimmte Wörter sind an den Rand und andere ins Zentrum gerückt. Auch neue Wörter sind entstanden, zum Beispiel “Geburtlichkeit”, “Wirtinschaft”, “Scheißologie” oder “intervitales Gespräch”.

Das »ABC des guten Lebens« ist ein Zwischenergebnis dieser postpatriarchalen Neubenennungsarbeit und soll zur Diskussion einladen. Denn postpatriarchales Denken braucht eine neue Sprache, eine neue symbolische Ordnung.

Im Zusammenhang mit diesem Projekt haben wir wir vom 29. August bis 1. September 2013 einen internationalen Kongress in Arbogast/Österreich organisiert, auch dazu gibt es jetzt einen Blog: Denkumenta.de und eine Facebook-Seite.

 

Macht und Politik sind nicht dasselbe

Bild: Cover Potere e politica

»Macht und Politik sind nicht dasselbe« lautet der Titel eines neuen Buches der italienischen Diotima-Philosophinnen in Verona.

Gemeinsam mit Dorothee Markert habe ich das Buch ins Deutsche übersetzt – ein Projekt, das durch die finanzielle Unterstützung der Erika-Wisselinck-Stiftung möglich war. mehr dazu.

Im Vorfeld habe ich mit einigen der Autorinnen kurze Interviews geführt.

Hier ist der Trailer

Warum Macht und Politik nicht dasselbe sind und was die Frauen mit all dem zu tun haben, erklärt Luisa Muraro hier: zum Video

Diana Sartori hat sich mit der »politischen Differenz« beschäftigt, wonach sich machtstabile und politisch-revolutionäre Zeiten klar voneinander unterscheiden, und sucht eine Alternative zu dem klassischen Revolutionsverständnis: zum Video

Chiara Zamboni spricht über das Begehren nach Politik und wo es momentan zu finden ist: zum Video

 

Frankfurter Antworten auf die Gretchenfrage

Bild: Cover Rat

Im Oktober 2012 erscheint ein Buch von mir, in dem ich Menschen aus verschiedenen Religionen die »Gretchenfrage« stelle – also frage, wie sie es mit Goot halten. Ursprünglich erschienen die Interviews in der Zeitung Evangelisches Frankfurt, und das Buch erscheint in der Schriftenreihe des Evangelischen Regionalverband, kosten tut es voraussichtlich 12,80 Euro.

 

 

 

 

 

 

Liebe und Freiheit

Bild: Herz

Seit einigen Jahren habe ich vor, ein Buch über die Liebe zu schreiben. Genauer: Über den Zusammenhang zwischen Freiheit und Liebe.

Seit ich diese Idee hatte, redete ich viel darüber, und inzwischen werde ich von allen möglichen Leuten immer öfter gefragt, was denn eigentlich mein Buch macht. Ich hätte doch schon so viel Interessantes über das Thema erzählt. Wann ich das denn endlich mal aufschreiben würde.

Um die Ungeduldigen nicht länger warten zu lassen, habe ich angefangen, meine Ideen und vorläufigen Ergebnisse schon mal in einen Blog zu schreiben:

Bitte hier entlang

 

Jenseits von Mainstream und Nische – Das Internet als Plattform für politische Bildungsarbeit

Im Herbst 2011 erschienen zwei neue Bücher, in denen ich jeweils einen Artikel über »Soziale Medien« drin habe:

Arndt Ahlers-Niemann und Edeltrud Freitag-Becker: Netzwerke – Begegnungen auf Zeit, Zwischen Uns und Ich. EHP Edition Humanistische Psychologie, 38 Euro, sowie

Thomas Kreiml und Hans Christian Voigt: Soziale Bewegungen und Social Media. Handbuch für den Einsatz von Web 2.0, ÖGB-Verlag, 29,90 Euro. Meinen Text daraus gibt es auch schon online.