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Wenn Frauen Männer lieben
Berg: Ende gut
Djebar: Frau ohne Begräbnis
Farsaie: Eines Dienstags...
Franke: denkmalimkopf
Gerstel-Rühle Umbruch
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Held: Das Zimmermädchen
Hensel: Im Spinnhaus
Hinz: Mirjas Macht
Jünemann: Die Anarchistin
Kirino: Umarmung des Todes
Kocmann: Gebrannte Erde
Liebrecht: Fremde Frauen
Müller-Jahnke: Freiheit
Nunez: Für Rouenna
Pehnt: Insel 34
Pedrosa: Du fehlst mir
Pedrosa: In deinen Händen
Prugger: Nackte Helden
Smith: Der Autogrammhändler
Strobl: Tödliches Karma
Waters: Die Muschelöffnerin
Welsh: Dunkelkammer
Wetzel: Lange Tage
Widmer: Liebesgrund
Wilson: Vier Frauen
Yahia: Durch Bagdad

 

 

 

Annette Pehnt: Insel 34, Roman, Piper, München und Zürich 2003, 16,90 Euro

 

„Über Leidenschaft macht sich niemand lustig, aber die, die alles gleich gut können, die mag keiner“. Leider ist es so, dass die namenlose junge Frau, die Ich-Erzählerin des Romans, alles gleich gut kann: Sport und Mathe, Musik und Rechtschreibung. Oder auch Liebschaften eingehen, weil sich das so gehört. Man weiß deshalb gar nicht so recht, ob es echtes Interesse oder nur begabter Trotz ist, mit der sie sich schließlich in eine skurrile Leidenschaft für die Insel 34 hineinsteigert – die letzte einer Handvoll nummerierter Eilande, die auf der Landkarte wie Fliegendreck aussehen. Kaum jemand weiß etwas darüber, und Fährverbindungen gibt es auch nicht. Ein ideales Betätigungsfeld also für Expertinnentum. Annette Pehnt erzählt von der Odyssee einer jungen Frau, die sich unbeirrt auf einen obskuren und unnützen Weg macht, was aber nicht heißt, dass er sinnlos ist. Auf Insel 28 zum Beispiel kann man Sackpfeifen lernen. Irgend eine Zivilisation, so scheint es, gibt es heutzutage überall. Oder doch nicht? Ein schönes Buch über die Sehnsucht.

 

Frauen Unterwegs, März/April 2004

 

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