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Inês Pedrosa: In deinen Händen

Roman, Luchterhand, München 2002, 20 €

 

In deinen Händen

 

Die Großmutter: eine Portugiesin aus wohlhabendem Haus mit außergewöhnlichen Lebens- und Liebesbeziehungen. Die Mutter: eine Kämpferin der 68er Generation, emanzipiert und unabhängig. Die Tochter: eine junge Frau, die sich mit dem Zeitgeist des ausgehenden 20. Jahrhunderts herumschlägt. Alle drei auf der Suche nach Liebe und Sinn, kluge Beobachterinnen des Zeitgeschehens, stark und empfindsam zugleich. Verblüffend authentisch lässt Inês Pedrosa die drei Generationen in ihrer jeweils eigenen Sprache zu Wort kommen: In Jennys Tagebuch, wo sie ihr Leben resümiert, in den Geschichten, die ihre Tochter Camila anhand ihres Fotoalbums erzählt, und in den Briefen, die deren Tochter Natalia wiederum an ihre Großmutter schreibt. Die Beziehungen zwischen Mutter und Tochter, die jeweils unterschiedliche Suche nach ihrer Identität als Frau, ihre Auseinandersetzungen und Konflikte, ihr liebevolles, aber entschiedenes Urteil über die Ansichten und Gewohnheiten der jeweils Älteren oder Jüngeren – all das schildert Pedrosa in poetischer, bilderreicher Sprache, voller Melancholie und Intensität.

 

frauen unterwegs, Dezember 2002

 

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