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Wenn Frauen Männer lieben
Berg: Ende gut
Djebar: Frau ohne Begräbnis
Farsaie: Eines Dienstags...
Franke: denkmalimkopf
Gerstel-Rühle Umbruch
Hegi: Emma Blau
Held: Das Zimmermädchen
Hensel: Im Spinnhaus
Hinz: Mirjas Macht
Jünemann: Die Anarchistin
Kirino: Umarmung des Todes
Kocmann: Gebrannte Erde
Liebrecht: Fremde Frauen
Müller-Jahnke: Freiheit
Nunez: Für Rouenna
Pehnt: Insel 34
Pedrosa: Du fehlst mir
Pedrosa: In deinen Händen
Prugger: Nackte Helden
Smith: Der Autogrammhändler
Strobl: Tödliches Karma
Waters: Die Muschelöffnerin
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Wetzel: Lange Tage
Widmer: Liebesgrund
Wilson: Vier Frauen
Yahia: Durch Bagdad

 

 

Inês Pedrosa: Du fehlst mir, Luchterhand, München 2004, 20 €

Zwei Stimmen, die die Erinnerung an eine außergewöhnliche Liebe rekapitulieren, lässt die portugiesische Autorin Inês Pedrosa in einen merkwürdigen Dialog treten: Eine erfolgreiche Geschichtsdozentin und Politikerin Ende Dreißig, und einen sechzigjährigen, sympathischen Zyniker. Die Stimme der Frau spricht aus dem „Off“, denn die Frau ist überraschend gestorben. Die Stimme des Mannes spricht aus der Fassungslosigkeit über diesen Tod. Die beiden verband eine langjährige Beziehung auf der Grenze zwischen Liebe und Freundschaft, die geprägt war von einem gemeinsamen Interesse an Politik, an Lebenssinn, an Geschichte und Engagement. Obwohl die Personen nicht mehr miteinander reden können, kreisen ihre Stimmen weiter umeinander und stellen zu zweit Fragen nach Gott und Tod, Liebe und Leben. Ein berührender, sehr intellektueller Roman, in den man wegen der ungewöhnlichen literarischen Form etwas schwer einsteigt. Doch die Mühe lohnt sich. Und wegen der Dichte der Gedanken lohnt es sich auch, das Buch zweimal zu lesen.

Frauen Unterwegs, Juli/August 2004

 

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