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Djebar: Frau ohne Begräbnis
Farsaie: Eines Dienstags...
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Nunez: Für Rouenna
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Pedrosa: In deinen Händen
Prugger: Nackte Helden
Smith: Der Autogrammhändler
Strobl: Tödliches Karma
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Wilson: Vier Frauen
Yahia: Durch Bagdad

 

 

Sigrid Nunez: Für Rouenna

Luchterhand, München 2002, 21 €

 

 

Rouenna ist ganz anders, als die schicken Freundinnen und Freunde, die eine halbwegs erfolgreiche New Yorker Schriftstellerin in mittleren Jahren normalerweise so hat. Die sind intellektuell, gut gekleidet, witzig und charmant. Rouenna dagegen ist fett, sie hat keinerlei Ambitionen, kaum etwas erreicht im Leben, und sie lebt seit Jahren allein. Als Rouenna Kontakt zu der Schriftstellerin sucht und behauptet, sie hätten beide früher mal in derselben Sozialsiedlung gewohnt, ist diese deshalb nicht gerade begeistert. Sie fühlt sich bedrängt: Irgendetwas will die von mir, stellt sie sich vor, und ihr ist unwohl bei dem Gedanken, mit Rouenna gesehen zu werden. Am Ende aber stellt sich heraus, dass es genau andersrum ist: Rouenna will nichts von ihr, sondern sie hat etwas zu geben – und zwar eine Geschichte. Denn Rouenna war als Militär-Krankenschwester in Vietnam. Ein wunderbarer Roman über die Tatsache, dass es nicht genügt, eine Geschichte zu haben. Man braucht auch jemanden, der zuhört...

 

frauen unterwegs, Februar 2003

 

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