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Wenn Frauen Männer lieben
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Djebar: Frau ohne Begräbnis
Farsaie: Eines Dienstags...
Franke: denkmalimkopf
Gerstel-Rühle Umbruch
Hegi: Emma Blau
Held: Das Zimmermädchen
Hensel: Im Spinnhaus
Hinz: Mirjas Macht
Jünemann: Die Anarchistin
Kirino: Umarmung des Todes
Kocmann: Gebrannte Erde
Liebrecht: Fremde Frauen
Müller-Jahnke: Freiheit
Nunez: Für Rouenna
Pehnt: Insel 34
Pedrosa: Du fehlst mir
Pedrosa: In deinen Händen
Prugger: Nackte Helden
Smith: Der Autogrammhändler
Strobl: Tödliches Karma
Waters: Die Muschelöffnerin
Welsh: Dunkelkammer
Wetzel: Lange Tage
Widmer: Liebesgrund
Wilson: Vier Frauen
Yahia: Durch Bagdad

 

 

 

Savyon Liebrecht

Die fremden Frauen

dtv, München 200, 15 €

 

 

Wie  das eigene Leben durcheinander geraten kann, wenn eine fremde Frau hinein tritt, davon erzählt die israelische Schriftstellerin Savyon Liebrecht in drei sehr unterschiedlichen und doch auch ganz ähnlichen Geschichten. Da ist die Anwältin, die für ihren alten Vater eine philippinische Pflegerin engagiert. Oder die Krankenschwester, deren Sohn von Arabern getötet wurde, und die plötzlich mit einer irischen Touristin konfrontiert ist, die von diesem Sohn ein Kind erwartet. Oder die Holocaust-Überlebene, deren polnisches Dienstmädchen lang verdrängte Erinnerungen an die eigene Kindheit in Polen freilegt. Die fremde Frau tut gar nicht viel, sie ist nur da, und sie ist anders. Und das löst im Kopf der Protagonistin wilde Gedankenspiele aus: Was will sie? Was meint sie? Realität und Spekulation geraten durcheinander, und das Ende – ob schön oder schrecklich – ist nicht vorherzusehen.

 

frauen unterwegs, Oktober 2002

 

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