Romane
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Sammelrezensionen

Wenn Frauen Männer lieben
Berg: Ende gut
Djebar: Frau ohne Begräbnis
Farsaie: Eines Dienstags...
Franke: denkmalimkopf
Gerstel-Rühle Umbruch
Hegi: Emma Blau
Held: Das Zimmermädchen
Hensel: Im Spinnhaus
Hinz: Mirjas Macht
Jünemann: Die Anarchistin
Kirino: Umarmung des Todes
Kocmann: Gebrannte Erde
Liebrecht: Fremde Frauen
Müller-Jahnke: Freiheit
Nunez: Für Rouenna
Pehnt: Insel 34
Pedrosa: Du fehlst mir
Pedrosa: In deinen Händen
Prugger: Nackte Helden
Smith: Der Autogrammhändler
Strobl: Tödliches Karma
Waters: Die Muschelöffnerin
Welsh: Dunkelkammer
Wetzel: Lange Tage
Widmer: Liebesgrund
Wilson: Vier Frauen
Yahia: Durch Bagdad

 

 

Ursula Hegi: Emma Blau

Roman, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2002, 24,90 €

 

Als Emma Blau endlich zur Welt kommt, befinden wir uns bereits auf Seite 344. Wir kennen Mutter Yvonne und Vater Robert, Tante Grete und Onkel Tobias, Oma Helene und Opa Stefan. Wir wissen Bescheid über die Träume und Begehren, die geheimen Laster, die Hoffnungen und Ängste der ganzen Familie und noch etlicher Nachbarinnen und Nachbarn dazu. Und wenn die Amerikanerin Emma Blau dann weitere hundert Seiten später ihrem Sohn die Sternbilder am Himmel über New Hampshire erklärt, erinnern wir uns, dass sie das von ihrer deutschen Urgroßmutter hat – und wie viel Zeit seither vergangen ist. Ursula Hegi, die selbst vor Jahrzehnten aus Deutschland in die USA übersiedelte, lässt die Geschichte mal gemütlich vor sich hin treiben, dann wieder jagt sie im Eiltempo durch die Jahrzehnte. Kinder werden geboren, wachsen auf, bringen neue Kinder zur Welt. Fabelhaft erzählt Hegi davon, dass Leben immer beides ist: das Beziehungsgeflecht, in das man hinein geboren wird, und der eigene Wille, daraus dieses oder etwas anderes zu machen.

 

frauen unterwegs, Dezember 2002

 

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