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Arendt: Über das Böse
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Heide Göttner-Abendroth, Marit Rullmann, Annegret Stopczyk

Was Philosophinnen über die Göttin denken

Christel Göttert. 140 Seiten. 13,80 EUR

 

Wie eine weibliche Spiritualität jenseits patriarchaler Religionen verstanden werden kann, ist das Thema dieses Buches. Alle drei Autorinnen verorten sich klar außerhalb der monotheistischen „Vater“-Religionen. Heide Göttner-Abendroth will an matriarchale und vorchristliche Kulturen anknüpfen. Sie plädiert für den Begriff der „Göttin“, weil er eingefahrene westlich-christliche Denkmuster überwinden könne. Annegret Stopczyk hingegen stellt den Sinn einer „Göttin“ in Frage. Als „Leibphilosophin“ will sie die Verbindung zwischen Geist und Körper denkerisch und spirituell stärken, wobei die Kraft zur Veränderung ihrer Ansicht nach nicht „von außen“, sondern von der jeweiligen Frau selbst kommt. Marit Rullmann schließlich zeigt, welchen Stellenwert Göttinnen als Symbole für Frauenkraft im Denken von Gerda Weiler und Luce Irigaray haben. Den Beiträgen folgt ein spannend zu lesender E-Mail-Wechsel, in dem sich die Autorinnen gegenseitig befragen und gemeinsam weiter denken. Ein interessantes Buch, auch für Christinnen.

 

In: Publik Forum, 25.7.2008

 

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