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Politische Praxis

 

 

Gegen etwas opponieren, bedeutet, es zu erhalten. Man sagt hier: "Alle Wege führen nach Mishnry". Doch wenn man Mishnory den Rücken kehrt und es verlässt, ist man ganz eindeutig immer noch auf dem Weg nach Mishnory. Gegen Vulgarität opponieren bedeutet unvermeidlich, selbst vulgär zu sein. Nein, man muss woanders hingehen; man muss sich ein anderes Ziel setzen. Dann beschreitet man einen anderen Weg. (Ursula K. Le Guin: Winterplanet)

 

 

Die auf diesen Seiten angesprochenen Themen sind eher zufällig, Folgen von Anfragen an mich und danach, was denn aus all der Philosophie konkret und praktisch folgt. Deshalb sind diese Texte hier nur Beispiele. Die Argumente für ein leistungsunabhängige Grundeinkommen und andere Gedanken über Arbeit, Geld und sinnvolles Zusammenleben zum Beispiel sind ein Gemeinschaftsprojekt. Aber einige gute Freundinnen von mir sind gegen das Grundeinkommen. Es geht mir mehr um das dahinter stehende Menschenbild als um die konkreten Forderungen im Einzelnen. Das gilt auch für meinen Kommentar zum Kopftuchstreit, einige gute politische Freundinnen von mir sehen das anders. Gibt es Freiheit ohne  Emanzipation? - ich bin überzeugt, hier können wir einiges von Musliminnen lernen. Denn was passiert, wenn die Emanzipation ihre Töchter entlässt?

 

Wichtiger als auf welche Seite des politischen Schlagabtausches eine Frau sich stellt ist die Liebe zur Freiheit - Hunger nach Sinn. wíe wir eine Flugschrift über Weiberwirtschaft und den Anfang der Politik genannt haben, die bereits 1999 erschienen ist. Die Zukunft der Frauenbewegung liegt mir schon länger am Herzen, inzwischen ist das ja auch wieder ein Boomthema.  Braucht Mädchenarbeit eine neue Philosophie? - am Ende des Patriarchats: eine neue Politik der Beziehungen. Und welche Bilanz ist zu ziehen aus 90 Jahren Frauenwahlrecht in Deutschland? Interessant dabei in letzter Zeit sind vor allem die Beziehungen zwischen Alphamädchen und Frau Weisheit oder auch den verschiedenen Generationen von Feministinnen. Denn inzwischen haben wir längst schon die dritte Welle - mache sagen auch, die vierte...

 

Zu den wichtigsten aktuellen politischen Themen gehört sicherlich die Neuorganisation der Arbeit. Was ist eigentlich Arbeit wäre da zunächst einmal zu klären. Und dann zu untersuchen, wie Frauen das Arbeitsleben verändern, in das sie sich schon seit geraumer Zeit integrieren.

 

Frauen und Gewalt - die Bilder von Lynndie England, die irakische Soldaten folterte, haben schockiert. Es ist Zeit, das Thema Gewalt von Frauen nicht länger zu verharmlosen.. Überhaupt ist Männer und Frauen heut eine komische Gegenüberstellung, die Themen, um die es geht, sind allgemeine, wie etwa die Auseinandersetzung mit Toleranz und Terror über die symbolische Bedeutung von Ereignissen. Ein Versuch, die Ereignisse des 11. September 2001 und die Folgen zu deuten. Fünf zu Fünfundneunzig ist das Verhältnis von Frauen zu Männern in den Gefängnissen. Frauenkriminalität keine Gefahr für die Gesellschaft. Und: Was tun gegen Gewalt und Diskriminierung?

 

Kritisch sehe ich den Gleichstellungsfeminismus, was ich etwa in meinem Kommentar Die Qual der Gleichstellung. erläutere. Oder auch in dem Text An der Quote hängt die Freiheit nicht- warum Frauenförderpläne und Quotenregelungen nichts zur Beförderung der weiblichen Freiheit beitragen. Für ein neues Politikverständnis jenseits von Machbarkeitsphantasien und Widerstandsreflexen plädiere ich hier: Frauenpolitik und Weltveränderung. Statt einfach die Integration der Frauen in eine männliche symbolische Ordnung zu fordern, ginge es ehe darum, zu fragen:  Erfolgreich sein - was kann das heißen? beziehungsweise ob die Konkurrenzlogik uns alle wirklich weiter bringt.

 

Dazu gehört auf der anderen Seite auch Der Abschied von der guten Mutter sowie der von dem idealen Vater: Abschied vom Traummann. Überhaupt das ganze Familienthema - da läuft so manches schief, von der Illusion der Vereinbarkeit bis zur Rückkehr der Vielehe. In die gegenwärtige Demografiedebatte habe ich mich eingeklinkt mit meinem Buch Methusalems Mütter. Über diese Seite findet Ihr noch viele andere Artikel zu diesem Themengebiet.

 

Was man gar nicht oft genug betonen kann: Frau ist nicht gleich Frau - nicht nur im Libanon, worum es in diesem Text geht. Schau mich an! - In allen Kulturen und zu allen Zeiten haben Menschen ihre Körper verändert, gestylt, hergerichtet. Und das alles nur, um schön zu sein. Aber: Was ist eigentlich schön?

 

Auch in den Streit um das Frauen- und Männerbild von Ratzinger alias Papst Benedikt kann Frau sich schön einmischen, oder in den Streit um das große I und wozu eine frauengerechte Sprache überhaupt gut ist.

 

 

 

 

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